Entweder im Printmagazin oder hier: http://www.kreditwesen.de/zeitschriften/immobilien-und-finanzierung/2015/02/immobilien-an-der-boerse-das-besicherte-schuldscheindarlehen-als-alternative-zum-erstrangigen-hypothekendarlehen/
Autor: Michael Piontek
Es gibt sehr viel Kapital das zinsträchtigere Anlagen als Staatsanleihen sucht. In den letzten Jahren haben sie professionellen / institutionellen Investoren daher in Immobilien investiert.
Zuerst wurde massiv in den unterbewerteten Wohnimmobiliensektor investiert. Es wurden größere Wohnungsbestände gekauft – durch Institutionelle wie Versorgungskassen und andere Kapitalsammelstellen, aber auch die stark wachsenden Immobilien-AG´s.Die Preise stiegen.
Die aufgestellte These war, dass es einen Mindestabstand für die Spreads zwischen den langfristigen und kfr. Zinsen gibt – sofern nicht außerordentliche Entwicklungen zu inversen Zinsstrukturen führen – die dann in der Regel aber nur kfr. Bestand haben.
Inverse Zinsstrukturen – also dass langfristige Zinssätze niedriger sind als kfr. Zinssätze – treten im kfr. Bereich bis 2 Jahre schon mal öfters auf. Dies bedeutet im Allgemeinen, dass man noch diese Zeit mit gleich niedrigen bzw. niedrigeren kfr, Zinsen rechnet. Im langfristigen Bereich von 5 – 10 Jahren sind sie selten und Ausdruck besonderer Ungleichgewichte.
Variable Kredite (also Darlehen ohne langfristige Zinssicherungen) werden häufig mit transparenten und nachvollziehbaren Regeln bepreist., z. B. Einstand ist der 3-Monats-Euribor (derzeit 0,05%) zzgl. der Kreditmarge der Bank (der Preis für die Ausleihung, der Risikovorsorge, Kosten und Gewinn der Bank darstellt) von z. B. 0,6%. Der Kundenzins ist dann insgesamt 0,65%.
Banken vereinbaren seitdem die Zinsen stark gefallen sind in den Kreditverträgen eine früher unbekannte Sonderregelung: „Wenn der 3-Monats-Euribor unter 0% fällt, gilt der Zinssatz „0%“
Die EZB versucht mit dem QE-Programm die Liquidität bei den Banken zu erhöhen. Damit mehr Kredite ausgereicht werden (was in den Problemstaaten aus Risikogründen so nicht klappen wird – und bei den „Nicht-Problemstaaten“ besteht keine unbefriedigte Nachfrage nach Krediten) und um die Inflation in Richtung der Zielmarke von knapp unter 2 % zu treiben.
Ich glaube nicht an einen Erfolg – aber was passiert, wenn sie damit Erfolg hat? Wenn die Inflation aufgrund der Geldmengenmehrung anspringt? Kann sie dann überhaupt noch erforderlichenfalls gegensteuern?
Die niedrigen Rohstoffkosten — insbesondere der Ölpreis – haben zu einer Inflationsrate im Dezember 2014 von nur 0,2% in Deutschland geführt.
Die Ursachen sind relativ klar: Die Frackingproduktion von Schieferöl in den USA sorgt für weltweit fallende Preise. Die Opec – allem voran Saudi Arabien – senkt nicht Produktion um dem Preisverfall gegenzusteuern – um die neuen (Fracking-)Konkurrenten aus dem Markt zu drängen. Deren Produktion rechnet sich bei den aktuellen Ölpreisen nicht, während Saudi Arabien – im Gegensatz zu Venezuela – ein solches Preisniveau noch eine Zeit akzeptieren kann.
Wie geht es weiter? Wann steigen die Ölpreise wieder? und steigen dann die Inflationsraten sprunghaft an, wie e einige Chefvolkswirte prognostizieren?
Durch den Ankauf von Staatsanleihen aller Euroländer ist nun die wechselseitige Haftung alle Euroländer für Staatschulden Wirklichkeit geworden. Auch wenn nach der „Größe“ der Länder gekauft wird, 12% der über 1 Billion EUR gehen in die „Problemstaaten“ wie Griechenland etc. Wenn diese dann nicht zahlen, haftet auch Deutschland anteilig für die Verluste der EZB.
Die beigefügte Zinsstrukturkurve zeigt uns die Zinssätze für verschiedene Laufzeiten von Pfandbriefen, Euro-Staatsanleihen etc.
So sehen wir in den Laufzeiten bis 3 Jahre eine flache Entwicklung, teils mit sinkenden Zinssätzen (also einer inversen Struktur). Wenn der Markt den Zinssatz für z. B. 3 Jahre auf gleichem Niveau oder sogar niedriger preist als die aktuellen Zinssätzen – dann erwartet der Markt für diesen Zeitraum keine wesentlichen Zinssteigerungen.
Die EZB plant umfangreiche Staatsanleihekäufe mit dem Ziel, die Inflation anzuheben. Das Volumen soll bis zu 1.000 Mrd. € betragen. Welche Folgen kann das Programm im Einzelnen haben und wie wirkt es auf die Immobilienbranche?
1.   Zuerst einmal muss man sehen, dass ein Ankauf von Staatsanleihen deren Kurse nach oben treiben wird. Im Gegenzug sinkt die Verzinsung. Wenn ich mehr für die Anleihe bezahlen muss, sinkt die Rendite da der Zinssatz feststeht. Es sinken also die Refinanzierungskosten der Staaten, Geldanlagen in Staatspapiere werden für Investoren unattraktiver. Herr Draghi hofft darauf, dass die Investoren dann mehr Geld in Unternehmensanleihen etc. investieren werden und auch dort die Zinsen sinken. Die verbilligte Refinanzierung der Unternehmen soll dann das Wachstum befördern und damit auch indirekt für eine steigende Inflation sorgen. Eine Rechnung mi einigen Unbekannten und Risiken:
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