Dr. Michael Piontek – Willkommen auf meiner privaten Webseite

Das einzig Konstante im Universum ist die Veränderung.
Heraklit

Autor: Michael Piontek

29.08.2016 Allgemein,Finance,Management Keine Kommentare

Der 3-Monats-Euribor ist nicht nur ein Zinssatz – er stellt auf der Aktivseite der Banken den bei vielen großen Finanzierungen den Bankeneinstandssatz dar und beeinflusst damit neben der Kreditmarge maßgeblich den Kreditzins. Des Weiteren spielt der Zins eine wesentliche Rolle bei der Konditionierung von derivativen Zinssicherungsinstrumenten. Auch auf der Passivseite orientieren sich Zinssätze am 3-Monats-Euribor.

Nun ist beachtlich, dass der Zinssatz seit Anfang Juli ziemlich „fest gemauert“ steht, trotz neuer Ankündigungen der EZB um der ungebrochenen Fortsetzung der Ankaufsprogramme. Im August eigentlich betrug der Zinssatz eigentlich stetig nur – 0,2998% und – 0,2999%. Unglaublich stabil in heutigen Zeiten. Doch wie kommt der Zinssatz zustande? 21 Europäische Banken setzen den Zinssatz multilateral fest. Von deutscher Seite sind nur Deutsche Bank und DZ Bank vertreten. Was stutzig macht ist, dass die Banken den Zinssatz stetig über der „magischen“ Grenze von – 0,3% halten, als wenn bei einem Druchbrechen dieser Grenze weiterer Abwärtsdruck entstehen würden (durch Computerverkäufe?).

Und eines wollen insbesondere deutsche Banken am allerwenigsten: Noch niedrigere Zinsen. Zuletzt hat auch bereits Herr Cryan (DEUTSCHE BANK!) de Niedrigzinspolitik der EZB kritisiert. Die Einnahmeausfälle sind groß, die Banken müssen bereits Gebühren anheben – was im Wettbewerb mit anderen Banken (insbesondere Online-Banken) schadet. „Puffern“ hier die Banken vielleicht bei den Zinssätzen gegen die Politik und das gewünschte Ziel der EZB?

Man würde gern sagen: Das kann nicht sein. Aber leider hat es bereits in jüngster Vergangenheit Verfahren gegen Banken (auch die Deutsche Bank AG) gegeben – auch wegen der Manipulation von genauso solche Zinssätzen.

Aus Risikogründen sollte daher jeder Geschäftsleiter dieses Thema im Auge behalten. Denn wenn es eine „Pufferung“ geben sollte, dann kostet die derzeit jedes auf dieser Basis refinanzierende Unternehmen sehr viel Geld. Das wäre dann ggf. später geltend zu machen.

 

 

29.08.2016 Allgemein,Finance,Real Estate Keine Kommentare

Es hört sich verlockend an: Hohe steuerliche Abschreibungen bei Denkmalschutzimmobilien sowohl bei Vermietung aber auch bei Selbstnutzung. Bei Eigennutzung der letzte verbliebene Hort steuerliche Vorteile. Und bei Steuerersparnis setzt bei vielen auch das rationale Denken gern mal ein wenig aus ;-), Das kennen wir noch aus Zeiten der Fördergebietsabschreibung. Aber wie sieht denn das Angebot heute in Berlin aus? Es gibt diverse Angebote in Berlin (West), Berlin (Ost) und Brandenburg. Die Preise sind natürlich unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam: Die Kaufpreise sind so hoch, dass der Kunde seine Steuervorteile eigentlich beim Bauträger „abliefert“. Rechnerisch stellt sich das alles gut dar: Aber die Gesamtrechnung geht dennoch nicht besser auf als bei Anlage ohne Denkmalabschreibung.  Weiterlesen

25.08.2016 Allgemein Keine Kommentare

Es wird viel über Blasenpreisbildung auf den Immobilienmärkte gesprochen. Die Immobilienwerte / Kaufpreise steigen stärker als die Mieten – insbesondere im Wohnbereich. Der Vervielfältiger steigt. Ein Teil der Werterhöhung und der damit einhergehenden Renditereduzierung ist sicherlich ein Nachholeffekt aus der Vergangenheit sowie eine Anpassung an internationale Preisstandards. Ein Teil ist aber auch eine Reaktion auf das niedrige Zinsniveau für klassische Bankanalgen sowie niedrige Renditeniveau von Alternativanlagen.
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23.08.2016 Allgemein,Management Keine Kommentare

Wir hören viel von Digitalisierung – und nutzen sie doch immer zu wenig. Häufig wird die Implementierungsaufwand überschätzt – oder die Gremienentscheidungen sind schwierig herbeizuführen. Dabei gibt es viele kleine Maßnahmen, die insgesamt die Abläufe vereinfachen und Kosten sparen können. Dazu muss man sich nur die manuellen Arbeiten in mittleren und kleinen Unternehmen ansehen um Ansatzpunkte zu finden …

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22.08.2016 Finance Keine Kommentare

Die Immobilienpreise haben ein hohes Niveau erreicht. Wenn man jetzt kauft, sollte man daher bei seiner Ankaufsentscheidung nicht auf die Erwartung weiterer Preissteigerungen setzen.

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19.08.2016 Finance Keine Kommentare

Der Margendruck ist für Banken enorm geworden – und führt zu teilweise ungesunden Konditionsgestaltungen. Insbesondere bei langfristigen Darlehen kann eine Bank heute gar nicht wirklich ermessen, welche Marge über die Kreditlaufzeit von z. B. 10 Jahren neben den Liquiditätskosten die Kosten für Risiko,  Gewinn und den immer wichtiger werdenden Kosten für Regulatorik im weitesten Sinne (auch Eigenkapitalanforderungen) auskömmlich oder zumindest kostendeckend ist. Unter Umständen wird derzeit wieder der Grundstein für eine Bankenkrise in kommenden Jahren gelegt. Erschwerend kommt hinzu, dass die anderen Einkommensquellen der Banken stark schwächeln. Daher müssen die Kreditmargen langfristig eher wieder steigen um die Banken langfristig stabil zu halten. Wie geht das bei immer stärkerer Konkurrenz?
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11.08.2016 Finance Keine Kommentare

Die Zinsen sind nach den letzten wesentlichen Ereignissen Ende Juni gefallen und haben sich jetzt auf dem erreichten niedrigen Niveau stabilisiert. Geht es noch weiter abwärts? oder steigt die Gefahr steigender Zinsen? Was sagen die Fakten?

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19.07.2016 Allgemein Keine Kommentare

Die Brexit-Entscheidung hat zu anhaltender Unsicherheit geführt. Die technischen Gegenbewegungen der letzten Tage dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wirtschaftlichen Konsequenzen noch nicht feststehen und es daher noch weitere Überraschungen geben kann. Insgesamt führt die Unsicherheit aber zu niedrigen Zinsen.
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11.07.2016 Allgemein Keine Kommentare

Viele Unternehmen mittelständische Unternehmen fragen sich, ob ein zusätzliches Treasury-Management-System (TMS) sinnhaft bzw. lohnend ist. Hat man nicht bereits alle Daten zur Hand? Sind die Kosten nicht zu hoch?

Viele der Daten sind vorhanden, werden aber nicht für die Zwecke des TMS ausgewertet. Darstellungen der Darlehen und Derivate werden gern in Excel geführt und ausgewertet (z. B. durchschnittliche Laufzeiten von Darlehen und Zinssicherungen). Das ist alles natürlich nicht gesichert und erfordert einen hohen manuellen Aufwand – und birgt das Risiko von Fehleingaben.
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01.07.2016 Allgemein Keine Kommentare

Der Brexit wird wirtschaftliche Folgen haben – vor allem für UK, aber auch für die „restliche“ EU und die Eurozone. Die Märkte werden sich neu sortieren. Die Phase leichter Unsicherheit wird anhalten aber zunehmend vom Alltag überdeckt werden. Einige Firmen werden den Teil ihres Geschäftes, dass von UK für die EU tätig war in die EU verlegen. Andere Firmen, die vom Festland UK bedient haben, werden ggf. kleinere Standorte in UK aufbauen. All-in fehlt der EU ein Nettozahler. Etwas Export nach UK wird aufwändiger, einige positive Impulse werden aus den Firmen-Übernahmen aus UK entstehen. Da UK weiter am Binnenmarkt teilnehmen möchte, dürften auch die Exporte der EU nach UK weiterhin unproblematisch sein. Spannend wird vor allem die Frage der Freizügigkeit. Weiterlesen

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