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Heraklit

Was macht die EZB wenn sie Erfolg hat?

31.01.2015 Finance Keine Kommentare

Die EZB versucht mit dem QE-Programm die Liquidität bei den Banken zu erhöhen. Damit mehr Kredite ausgereicht werden (was in den Problemstaaten aus Risikogründen so nicht klappen wird – und bei den „Nicht-Problemstaaten“ besteht keine unbefriedigte Nachfrage nach Krediten) und um die Inflation in Richtung der Zielmarke von knapp unter 2 % zu treiben.

Ich glaube nicht an einen Erfolg – aber was passiert, wenn sie damit Erfolg hat? Wenn die Inflation aufgrund der Geldmengenmehrung anspringt? Kann sie dann überhaupt noch erforderlichenfalls gegensteuern?

Zinserhöhungen sind so ohne weiteres nicht möglich, die Staaten der Eurozone sind noch immer so hoch verschuldet und große Staaten wie Frankreich und Italien noch nicht „reformiert“ als das sie höhere Zinsen tragen könnten. Also keine einfachen Zinsanhebungen.

Entzug der Überliquidität durch Verkauf der soeben angekauften Staatsanleihen? Wer kauft die dann? Sicherlich nur zu höheren Renditen – was wieder die Verzinsung der Staatsschulden antreibt.

Die EZB läuft mit den massiven und großen – m. E. untauglichen – Maßnahmen ein Risiko, dass sie eine Entwicklung anschiebt, die sie dann ggf. nicht mehr so einfach beherrschen kann.

Also höhere Inflation bei dauerhaft niedrigen (zumindest kfr.)Zinsen? Dies bedeutet natürlich eine Enteignung von Geldvermögen und Altersvorsorge in liquiden Papieren. Eine Verzinsung unterhalb der Inflation ist natürlich für alle Schuldner toll – insbesondere für die hoch verschuldeten Eurostaaten.  Faktisch eine Sanierung zu Lasten der Geldvermögen der Bürger.

Ist das vielleicht die Hidden Agenda des Italieners Draghi?

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