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Heraklit

Start-Up-Angebote und Big Data in der Immobilienwirtschaft – Segen oder Konkurrenz?

24.10.2015 Allgemein,Real Estate Keine Kommentare

Die Start-Up-Szene nimmt sich vermehrt die Immobilienbranche „vor“. Es gibt interessante Angebote aber auch Geschäftsmodelle, die gefährlich werden können. Wo soll man kooperieren – wo muss man gegenhalten?

App-basierte Angebote haben den großen Vorteil den Mieter / Nutzer da abzuholen, wo er den ganzen Tag aktiv ist – auf seinem Smartphone. Hier kann man daher am besten und wahrscheinlich zu 100% in Echtzeit mit diesen kommunizieren.

Gute Angebote wie „WirNachbarn.com“ können  wohnwirtschaftliche Mieterstrukturen vernetzen, Anonymität aufbrechen und zu einer positiver Mietergemeinschaft und einer erheblichen Steigerung der Sicherheit beitragen. Dadurch werden nicht nur Ältere und Singles wieder in ein aktives Hausleben integriert – durch ein positives Umfeld und mehr Sicherheit steigert sich die Attraktivität der Wohnimmobilien und damit die Vermietbarkeit. Ein Fall für allseitige Vorteile.

Bauangebote wie Doozer.de helfen schon Modernisierungsaufträge leicht zu vergeben (direkte Beauftragung unter „Erledigung“ der Ausschreibungsfunktion. Auch wenn hier die Bausteuerungsfunktion verschiedener Gewerke noch fehlt.

Was aber, wenn ein Anbieter unseren Gewerbemietern kostenloses Hugh-Speed-Internet etc. anbiete – nur an vertrauliche Daten wie Mietvertragslaufzeit, Flächengröße und vielleicht Mietzins zu gelangen? Diese Daten sind nicht nur Geld wert – sondern für den aktuellen Vermieter sehr gefährlich. Schnell ist der Mieter von einem Projektentwickler oder Konkurrenzvermieter (oder sogar Makler) angesprochen und aus dem Objekt gelockt. Wahrscheinlich erfahren die aktuellen Vermieter erst zu spät davon.

Das sind nur einige Beispiele positiver und negativer Art…

Wir müssen uns fragen, wo werden Daten in der Immobilienbranche zusammengetragen? Welche sind ggf. für andere Anbieter interessant? Welche Daten lassen sich ggf. auch anders nutzen / verwenden?

Big Data kann also auch eine Gefahr sein. Täglich werden neue Angebote aus dem IT-Bereich gestartet. Und zwar nicht von Menschen aus der Immobilienbranche – sondern von technikgetriebenen Querdenkern. Diese sind nicht „betriebsblind“ sondern sehen jeden Tag mit frischem Blick neue Anknüpfungspunkte, die langjährige Immobilienprofis nicht sehen (können).

Die Banken wurden von den FinTechs überrollt. Wir müssen aufpassen, dass uns dies nicht auch passiert…

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