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Nach dem überraschenden Brexit-Votum … Gute Chancen für die Immobilienwirtschaft?

24.06.2016 Allgemein,Finance Keine Kommentare

Das Brexit-Votum kam überraschend, ich hatte nicht damit gerechnet. Zuviel steht auf dem Spiel, Landesteile wie Schottland (nach dem Entscheid zum Verbleib im Vereinigten Königreich, vor allem auch wegen dessen EU-Mitgliedschaft) und Nordirland (die derzeit keine grenze zur Republik Irland haben, diese aber als EU-Außengrenze nun wiederbekommen) mussten mehrheitlich für einen Verbleib sein. Doch haben sich nationalistische Propagandisten durchgesetzt. Nun müssen wir uns alle damit auseinandersetzen. Doch birgt das Ganze auch Chancen:

  • Die Finanzaufsicht der EU wird aus London weggehen. Größere Kapitalsammel- und Verwaltungstellen auch, sofern sie den EU-Markt bedienen. Also eine höhere Bedeutung und Nachfrage in den Fnanz-Standorten Frankfurt und Paris.
  • Die Unsicherheit führt zur Nachfrage nach Gold, Schweizer Franken und Immobilien als sichere Anlageformen. Der aufgrund der Unsicherheit leicht schwächere Euro macht den Euroraum für Investitionen (auch in Immobilien) attraktiver (das wird in UK trotz einbrechendem Pfund so nicht passieren). Das wird die Immobilienrally weiter am Laufen halten.
  • Die Unsicherheit führt auch zur Flucht in Bundesanleihen. Diese Nachfrage führt zu weiter sinkenden Zinsen. Der 10 Jahres Swap gegen den 6-Monats-Euribor ist über Nacht von 0,53 auf 0,4% gefallen, das sind relativ gerechnet -25%. Niedrige Zinsen helfen natürlich auch bei hohen Kaufpreisen attraktive Eigenkapitalrenditen zu erzielen.
  • Wenn die restlichen 27 Länder jetzt die Integration forcieren sollten, könnte dies nach dem Austritt des konservativen und auf Ausgabendisziplin bedachten Großbritanniens zu einer EU mit laxerer Ausgabenpolitik, höheren Staatsquoten und -schulden führen. Eine solche EU braucht dauerhaft niedrige Zinsen um die Staatsschulden tragen zu können. Grundsätzlich hat sich das Machtverhältnis bzw. „Gefüge“ durch den BREXIT in Richtung der „Schuldenstaaten“ verschoben.

Grundsätzlich hat die Immobilienbranchen also Chancen an der Situation positiv zu partizipieren. natürlich ist zu beobachten, wie sich der BREXIT auf die Kernwirtschaft auswirkt. Negative Tendenzen dort würden auch den Immobilienmarkt beeinflussen. grundsätzlich gehe ich aber nicht davon aus, dass dies die solide wirtschaftliche Situation ernsthaft gefährden könnte.

 

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