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Heraklit

Mieteinnahmen in der Coronakrise – wie geht es weiter?

13.11.2020 Allgemein Keine Kommentare

Der November – Lockdown ist der Beginn der zweiten wirtschaftlichen Sondersituation für viele Gewerbetreibenden. Es ist der beginn, da man nicht damit rechnen kann das alle Einschränkungen im Dezember vorbei sein werden, auch wenn Weihnachten vor der Tür steht. Auch wenn der Lockdown nicht so umfassend ist so hat er doch das Potential deutlich schwerer wirtschaftliche Folgen auszulösen als der Frühjahrs-Lockdown.

Im Frühjahr wurden auch alle Geschäfte geschlossen, nicht nur Restaurants und Bars. Aber die Schließung war befristet und der nahende Frühling ließ auch Besserung hoffen. Auch haben viele Gewerbetreibende den Frühjahr-Lockdown mit Hilfsmitteln und eigenen Rücklagen überstanden.  Letztere sind nun wohl aufgebraucht und die neuen Hilfsmittel scheinen nicht so schnell und unbürokratisch zu fließen wir im Frühjahr. Die Insolvenzantragspflichtaussetzung läuft zusätzlich zum Jahresende aus.

Im Ergebnis ist zu befürchten, dass es dieses Mal nicht nur die primär betroffenen Branchen (analog dem Frühjahr) betroffen sein werden sondern es auch eine Reihe sekundär betroffener Branchen und Unternehmen geben wird. Zudem ist klar, dass uns die Phase der Einschränkungen nicht nur noch einige Wintermonate begleiten wird. Die gute Nachricht von einem bald verfügbaren Impfstoff hat auch deutlich gemacht, dass eine Durchimpfung der Bevölkerung in ausreichendem Maße wohl mindestens bis Ende 2021 dauern wird. So hat auch die finnische Regierungschefin schon den Sommerurlaub 2021 unter Vorbehalt gestellt.  

Es ist also für Immobilien-Bestandshalter wichtig nicht nur die primär Betroffenen Branchen im Auge zu behalten sondern auch potentiell sekundär betroffene. Das können auch IT-Unternehmen, Lieferanten und andere Dienstleister sein, die primär für Risikobranchen (Gastronomie, Hotels, Veranstaltungsbranche etc.) arbeiten. Das können auch Banken sein, die jetzt mehr Eigenkapital für bestehende Kredite an Risikobranchen unterlegen müssen. Es wird auch Überraschungen geben, welche Branche ggf. ebenfalls indirekt betroffen sein kann und wird.  

Ich bitte auch zu beachten, dass es diesmal keinen Kündigungsschutz bei Mietrückständen gibt. Gleichzeitig sind die Rücklagen der Mieter deutlich geschrumpft. Es ist durchaus zu befürchten das auch Unternehmen, die „gut“ durch den ersten Lockdown gekommen sin, in diesem zweiten Lockdown Probleme bekommen werden – auch weil die Dauer der Einschränkungen ggf. deutlich länger sein wird.

 

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Dr. Michael Piontek