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Das einzig Konstante im Universum ist die Veränderung.
Heraklit

Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft: Wie geht man die Bestände an?

30.06.2020 Allgemein 1 Kommentare

Zur Digitalisierung wird sehr viel geschrieben. Es gibt unzählige Lösungen für Teilthemen, Prozesse und Problemstellungen. Es geht aktuell bis zum digitalen Zwilling im BIM.

Alle neue Lösungen der PropTechs setzen aber entweder

  • auf einen komplett neuen Immobilienbestand, der noch nie digital erfasst und bearbeitet wurde oder darauf,
  • dass alles in Zukunft nur in ihrer Lösung bearbeitet wird.

Allerdings bildet keine der neuen Lösungen alle erforderlichen Teilaspekte, Prozesse und Dokumente für Bestandshalter ab. Daher muss man selbst und individuell für den eigene Bestand einen Aufsatzpunkt und Marschplan finden. 

Wie immer beginnt man mit einer Bestandsaufnahme:

  • Welche Daten meiner Immobilien habe ich bereits wo erfasst? Im ERP-System, in Planungssystemen, im DMS? Welche Qualität haben diese Daten? Sind diese Daten vollständig und inhaltlich ausreichend detailliert für die geplanten technische Verarbeitung? 
  • Welche technischen Umsetzungen von digitalen Prozessen sind für mein Unternehmensgröße sinnhaft und effektiv realisierbar?
  • Welche technischen System habe ich im Einsatz? Schnittstellen?
  • Welche Bereitschaft habe ich im Unternehmen, bei den Mitarbeitern und Shareholdern neue Systeme einzuführen und auch einzusetzen?
  • Welche Bereitschaft und Qualifikation haben meine externen Stakeholder (z. B. Baufirmen) solche neue Lösungen stringent und zuverlässig einzusetzen?  

Am Anfang ist zu prüfen, welche Unterlagen und Informationen vorhanden sind. Zuerst einmal: Haben wir alle Baugenehmigungen, Pläne und Zeichnungen von Gebäude und technischen Einrichtungen? Welche werden ggf. noch gebraucht?

Gehen wir davon aus, dass alle Immobilien und Flächen mit Mietverträgen im ERP-System vorhanden sind. Kann ich Bauteile im ERP-System zusätzlich je Gebäude und Fläche erfassen und mit einer Inventarnummer eindeutig bezeichnen? Dann muss ich entscheiden, bis zu welchen Grad eine Bauteilerfassung erfolgen soll. Nur die Hauptgewerke oder bis zur letzten Steckdose „runter“? Was ist sinnhaft und effizient?

Mit welcher Software kann ich die erfassten Bauteile sinnvoll verwalten, reporten, bearbeiten und aktualisieren? Sind Visualisierungen möglich? Gibt es Schnittstellen zu 3D-Begehungen?

Nach der Ersterfassung muss eine laufende Aktualisierung gewährleistet werden. Auch muss eine Erfassung von Baumaßnahmen an den Bauteilen erfolgen. Können die Bauteile z. B. mittels QR-Code am Bauteil selbst bezeichnet werden? Wenn der Handwerker dann für jede Rechnung die Inventarnummer mitgibt (numerisch oder durch fotografieren des QR-Codes), könnte 

  • die Änderung technisch erfasst werden,
  •  ein automatischer Abgleich mit Gewährleistungsvorgängen zum Bauteil erfolgen,
  • eine mögliche Kostenumlage auf den Mieter technisch geprüft werden und ggf. gleich erfolgen und
  • ein Versicherungsanspruch je nach Schadensart einfach erfasst und der Versicherung automatisch gemeldet werden.

Idealerweise würde eine solche Veränderungen auch in Plänen und Zeichnungen erfasst und aktualisiert. Das erleichtert spätere Baumaßnahmen erheblich. 

Wer hat dazu schon praktische Erfahrungen? Welche Systeme harmonieren mit ERP-Systemen auf Navision-Basis?

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Alle Kommentare
  • Hallo Herr Dr. Piontek,

    schön, wieder einmal in den Austausch zu kommen. Die Immobilienbranche beraten wir schon seit 1991 zur Automatisierung/Digitalisierung. Da die großen SW-Häuser mit Ihren Wasserfallprojekten für digitale und agile Lösungen noch nicht aufgestellt sind, haben wir hier bereits viele Lösungen geschaffen. Wichtig sind zwei Punkte: Orientierung an den Kundenbedürfnissen sowie die Integration der Stakeholder aus dem operativem Geschäft.

    Release42 begleitet erfolgreich Unternehmen bei der Digital-Transformation von der ersten Idee bis zum sicheren 24×7 Betrieb.
     Strategieberatung Digital
     agile SWE
     Plattformmanagement und Betrieb in hybrider Cloud

    Ein Schwerpunkt ist zum Beispiel auch die Wohnungswirtschaft. Hier haben wir seit 1991 viele Unternehmen beraten und betreut und bieten viele tolle Anwendungen an.
     Langjährige Branchenkenntnisse & Fachwissen Wohnwirtschaft
     Kennen alle gängigen Anwendungen und Schnittstellen (WODIS, Aareon, GES, SAP, …)
     Verschiedene fertige digitale Anwendungen vorhanden
     Verkehrssicherung
     Wohnungsprotokolle
     Schadensabwicklung
     etc.

    Unser USP ist unser WinMHG.
     Automatisierte Vorschläge zu potentiellen Mieterhöhungen, Sie behalten die Entscheidungshoheit und diese wird in den Stammdaten hinterlegt.
     Automatisierte Sachbearbeitung von der Erstellung der Anschreiben, über die Fristenverwaltung bis hin zu neuen Datensätzen für die laufende Buchhaltung.
     Einige unserer bisherigen Kunden haben die Investitionskosten für WinMHG bereits nach zwei Monaten amortisiert.

    Wenn Sie mehr erfahren möchten oder Sie eine Idee haben, wie Ihr Bereich schneller und effizienter arbeiten kann – dann sprechen Sie mit uns. Wir setzen Ihre guten Ideen um.

    Beste Grüße!
    Ihr Daniel Ehrenpfordt
    Manager Business Development

    Release42
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    10785 Berlin

    Mobil: +49 151 55 42 38 17
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