Wenn – wie von der Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet – die Staatspleite Griechenlands durch neue Mittel bzw. Auszahlungen aus Hilfsmittel der EU und IWF erreicht wird – wie geht es dann weiter.
Autor: Michael Piontek
Was genau bei einem Grexit passiert ist weitgehend unklar – es gab ihn aber schon einmal:
http://www.welt.de/geschichte/article137183575/Einen-Grexit-gab-es-schon-1908.html
Das Handelsblatt heute online: „Wie die Zinswende Kredite teurer macht“
Die Beobachtungen des Handelsblatts bestätigt meine Erwartungen, die ich am 18.05.2015 als Folge der Zinswende hatte.
Nach negativen Inflationssätzen zum Jahresanfang steigt jetzt die Inflation wieder an. In der Eurozone stiegen die Preise um 0,3%, in Deutschland gar um 0,5%.
Die Gründe sind relativ klar: Das EZB-Ankaufsprogramm senkt die Euro-Außenwert. Dadurch importieren wir teurer. Ebenso wirkt scheinbar der Mindestlohn – dieser erhöht auch die Kaufkraft. Der bisher senkende Effekt der sinkenden Rohstoffpreise (Öl) entfällt wohl künftig. Das EZB-Programm erfüllt daher wohl das Inflationsziel, das Ziel die Kreditausreichung in „Problemstaaten“ zu erhöhen wird aber verfehlt.
Vorab die Definition: Compliance ist die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie freiwilliger Kodizes in Unternehmen. Aber auch die von ethischen Standards der Unternehmensführung.
Das Risikomanagement eines Immobilienunternehmens kennt viele Sphären, die zu ungeplanten Abweichungen vom Businessplan oder sogar ernsteren Problemen führen können, z. B.:
•   Markt-, Inflations-. Kosten-, steuerliche und gesetzgeberische Risiken, die auf die Mieteinnahmen, die Immobilienwerte, Zinsergebnisse, Bilanzverhältnisse und im Ergebnis auch auf die Liquidität wirken können,
•   interne Risiken wie Fraud, Compliance, Personal (Ausfall und Kompetenzrisiken) oder IT-Risiken (Ausfall, Sicherheit etc.)
•   Kontrahentenrisken von Mietern (Mietausfall), Dienstleistern, Baufirmen (Bonität – auch im Verhältnis zum beauftragten Volumen), Klumpenrisiken in verschiedenen Bereichen aber von Banken.
Dies hängt natürlich immer vom operativen Geschäft und der Branche ab. Die Finanzierungsstrategie muss immer der Geschäftsstrategie folgen. Es soll die dazu benötigen finanziellen Mittel zeitgerecht, flexibel und möglichst günstig bereitstellen. Dabei sollen möglichst keine oder nur geringe zusätzliche Risiken entstehen. Das Risikomanagement sollte dabei immer im Auge behalten werden – wie auch bei der Liquiditätssteuerung, dem Währungs- und auch Zinsmanagement bzw. –hedging sowie M6A-Finanzeirungen und Venturecapital.
Früher galt am Aktienmarkt die Devise. Sell in May and go away…
Der Mai war langweilig. Nach der Berichtssaison atmet alles erst einmal durch.
Heute ist das anders: In der Not ausreichend Anleihen kaufen zu können, zieht die EZB für den Sommer geplante Ankäufe vor. Im Sommer rechnet man mit einem zu kleinen Angebot.
Die Zinsen steigen – warum nicht auf meinem Sparbuch (was war das noch mal?)?
Die Zinsen am Kapitalmarkt steigen – und die ersten Banken erhöhen schon mal flink die Baufinanzierungszinsen. Auf meinem Anlagekonto ist von den steigenden Zinsen weit und breit nichts zu sehen – was ist da los? Sind Zinsen nicht gleich Zinsen?